Pressemitteilungen

Dresden: Polizei kriminalisiert zivilgesellschaftlichen Protest gegen Naziaufmarsch

(Berlin, den 19.1.2010) Heute fand in Berlin und Sachsen eine Durchsuchungswelle gegen linke und antifaschistische Einrichtungen statt, die die Proteste gegen den Naziaufmarsch am 13.02.2010 in Dresden unterstützen. Unter anderem wurde der Antifa-Laden “Red Stuff” in Berlin-Kreuzberg und das Infobüro in der Landesgeschäftsstelle der LINKEN in Dresden durchsucht.

In Berlin wurden sämtliche Mobilisierungsmaterialien beschlagnahmt die zu den Protesten gegen den größten europäischen Naziaufmarsch aufrufen. Begründet wird dies im Durchsuchungsbeschluss damit, dass das Aufrufen zu zivilem Ungehorsam und Blockaden ein öffentlicher Aufruf zu Straftaten sei.

Die Sektion "Sonne & Solidarität" (SONSOL) verurteilt das Vorgehen von Staatsanwaltschaft und Polizei: "Hier wird ein breiter und friedlicher Protestaufruf von mehr als 230 Organisationen und 800 Einzelpersonen kriminalisiert. Wer so etwas tut, spielt den Neonazis in die Hände."

Das bundesweite Bündnis "Nazifrei! Dresden stellt sich quer" ruft explizit zu friedlichen Protesten und Blockaden gegen den größten Naziaufmarsch Europas auf. "Ein solches Engagement breiter Bevölkerungsgruppen gegen Rechtsradikale darf nicht zur Zielscheibe wilgewordener Staatsanwälte werden. Wir fordern deshalb, dass die beschlagnahmten Computer und Plakate umgehend zurückgegeben werden" so Jerry Fontany von der Sektion SONSOL.

"Wir gehen davon aus, dass diese Repression den Protest am 13. Februar weiter beflügeln wird. Wir lassen uns durch eine Justiz, die den Faschos in die Hände spielt, nicht einschüchtern" so der Sprecher von SONSOL weiter.

Kommt alle nach Dresden am 13. Februar - den Naziaufmarsch mit Massenblockaden verhindern!

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Weitere Artikel und Reaktionen zum Thema:
http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2010/01/19/polizei-geht-gegen-dresde...
http://de.indymedia.org/2010/01/271197.shtml
http://www.dresden-nazifrei.de/?p=435
http://www.flickr.com/photos/theoschneider/
http://www.stroebele-online.de/show/3264187.html
http://www.katja-kipping.de/article/193.dresdner-staatsanwaltschaft-vers...


Sektion der Hedonistischen Internationale will Führungstreffen der deutschen Wirtschaft wegbassen

Die Sektion "Louder than Hell" hat sich heute gegründet und spontan entschieden, an den Protesten gegen das Führungstreffen der deutschen Wirtschaft im Adlon teilzunehmen.

"Wir bauen gerade an dem fettesten Soundsystem, das Berlin jemals gesehen hat. Schon jetzt sind 25 Kilowatt in Reihe geschaltet - und stündlich werden es mehr" beschreibt Kurt Dembrowski die anlaufenden Arbeiten.

Die Sektion plant sich dem Adlon mit mehreren Trucks zu nähern und dann so laute Musik zu machen, dass das Führungstreffen abgebrochen werden muss. Auf die Frage, wie man eventuelle polizeiliche Maßnahmen umgehen wolle, antwortet die Sektion: "Wir haben Mittel und Wege gefunden, die es der Polizei unmöglich machen, unsere Aktion zu verhindern." Die Aktion starte nicht an der Humboldt-Uni, mehr wolle man aus aktionstaktischen Gründen allerdings nicht verraten.

Der Sprecher der Sektion betonte, dass die Aktion nur mit den Mitteln des zivilen Ungehorsams durchgeführt werden solle: "Die Manager sollen sich warm anziehen, am Besten mit Ohropax, denn wir geben der Krise ihren Sound."

Kontakt zur Presse:
Kurt Dembrowski
Sektion Louder than Hell
press[[at]]hedonist-international.org


Hedonistische Internationale ruft zu gehorsamen Protesten am Samstag in Berlin auf

Berlin, 10. September - Der „Zentralrat konformer Bürger/innen“ beteiligt sich am kommenden Samstag an der Demonstration „Freiheit statt Angst“ mit Aktionen des zivilen Gehorsams. In vorauseilendem und zivilem Gehorsam hat die Hedonistische Internationale deshalb alle Inhalte und Aussagen, die irgendwie anecken oder als subversiv wahrgenommen werden könnten, aus ihrer Aktion auf der Grundrechtedemo gestrichen.

Erika Pikur, Sprecherin der Aktivisten: „Wir zeigen heute schon innovativ und zukunftsoffen die Republik von morgen.“ Um die Sicherheit der Teilnehmer zu gewährleisten, ruft die Hedonististische Internationale dazu auf, Transparente und Schilder unbeschriftet zu lassen. „Wir freuen uns auch über Teilnehmer, die kritische und radikale Sprüche anderer Demonstranten zu deren Sicherheit überkleben und so für eine harmonische und ruhige Demonstration sorgen.“

Der Zentralrat konformer Bürger/innen begrüßt darüber hinaus die verdachtsunabhängige, lückenlose und anlassfreie Dokumentation der Demonstration durch videographierende Maßnahmen der Polizei.

Pressekontakt:

Erika Pikur
Zentralrat konformer Bürger/innen
Hedonistische Internationale
Straße der Lüste 4
10117 Berlin


Berlin Tempelhof: Riesenerfolg für Protestbündnis, aber massive Polizeigewalt gegen friedliche Demonstranten

- Aktion „Squat Tempelhof“ voller Erfolg – tausende protestieren kreativ
- Pfefferspray gegen Sitzblockaden und friedliche Demonstranten
- Brutale Festnahmen / Festnahmen der Clowns und Sambagruppen
- Mehrfach Angriffe auf Pressevertreter

Berlin, 20. Juni 2009 – Die an der Massenbesetzung des Flughafen Tempelhof beteiligten Sektionen der Hedonistischen Internationale werten den Protest als vollen Erfolg. Tausende Menschen feiern eine bunte Party am Zaun des Flughafens und reklamieren die Freifläche für alle Menschen in der Stadt.

Beim übertriebenen Polizeieinsatz kommt es jedoch zu massiver Gewalt gegen Demonstranten durch Polizeibeamte:

Am U-Bahnhof Hermannstraße wird ein TV-Kameramann, der eine brutale Festnahme filmen will, geschlagen und am Drehen gehindert. Der Polizist und der auch der Einsatzleiter verweigern die Herausgabe der Dienstnummer. Der Festgenommene wird minutenlang gegen eine Wand gedrückt, mit Schlägen und Tritten misshandelt, sein Mund wird ihm dabei zugehalten.

Auf dem Columbiadamm werden friedliche Demonstranten in einer Sitzblockade von Polizisten mit massiv mit Pfefferspray, Tritten und Schlagstöcken attackiert. Wenig später wird in der Schillerpromenade eine Sambagruppe eingekesselt, auch hier kommt es zu Festnahmen. Schon am Morgen hatte die Polizei Mitglieder der Clownsarmee ohne Grund festgenommen.

Dies sind nur einige wenige Beispiele, die Augenzeugen aus dem Umfeld der Hedonistischen Internationale, beobachten konnten. Auch mehrere Teilnehmer an den Aktionen der Hedonistischen Internationale wurden verletzt.

Erich Pikur, Sprecher der Berliner Sektion der Hedonistischen Internationale: „Wenn Wowereit beweisen will, dass er nicht auf dem linken Auge blind ist, sollte dies nicht auf dem Rücken der Grundrechte geschehen. Die Polizei hat den Freibrief des Senats schamlos ausgenutzt – die politische Verantwortung hierfür liegt bei der rot-roten Koalition.“

Die Hedonistische Internationale wird in den kommenden Tagen Bilder und Videos der Polizeigewalt dokumentieren und zusammen mit dem Bündnis „Squat Tempelhof“ eine tiefergehende Analyse liefern.


Flughafenbesetzung Tempelhof: Hedonistische Internationale schickt unabhängiges Anti-Konflikt-Team ins Rennen

- Konzept der liebevoll verlängerten Hand angekündigt
- Teams sollen erstmals Gewaltrituale der Polizei durchbrechen und Konflikte verhindern
- Dialog nach dem OHA-Prinzip: Offenheit, Hedonismus & Anarchie

Berlin, 17.Juni – Eine Sektion der Hedonistischen Internationale wird am 20. Juni erstmals ein unabhängiges Anti-Konflikt-Team zur öffentlichen Massenbesetzung des Flughafen Tempelhof schicken.

Das Team wird versuchen, Konflikte zu verhindern oder zu mindern, zwischen widerstreitenden Parteien zu vermitteln und polizeiliche Gewaltrituale zu durchbrechen. An die Stelle von polizeilichen Zwangsmaßnahmen soll der Dialog treten. Durch Gespräche und direktes Zugehen auf die Teilnehmer von Polizeieinsätzen will das unabhängige Anti-Konflikt-Team Gewaltbereitschaft senken und Aggressionen abbauen.

Die "Unabhängigen Anti-Konflikt-Teams" (kurz "U-AKT"), das sind Demonstrationsakteure, die bei größeren Einsätzen das Gespräch mit Polizisten, Anwohnern, Zuschauern oder Medienvertretern suchen. Es hat sich gezeigt, dass es bei solchen polizeilichen Großeinsätzen notwendig und nützlich ist, die Rolle der Demokratie und politischer Partizipation zu erklären sowie die Rechte der Demonstranten transparent zu machen. Vor allem die Tatsache, dass die Polizei verpflichtet ist, Grundrechte zu wahren, ist häufig nicht hinreichend bekannt.

Das Team ist durch Basecaps und orangene Westen mit der Aufschrift "Unabhängiges Anti-Konflikt-Team - OHA!“ leicht zu erkennen. Sie tragen im Einsatz keinerlei Schutzkleidung. Die rund 50 Menschen aus den verschiedensten Dienstbereichen der Zivilgesellschaft, die im "U-AKT" mitarbeiten, haben sich durchweg freiwillig gemeldet und üben diese Aufgabe zusätzlich zu ihrem normalen Dienst aus. Die Mitarbeiter wurden in speziellen Seminaren gezielt auf die Tätigkeit vorbereitet. Leitlinie des U-AKT ist das OHA-Prinzip: Offenheit, Hedonismus und Anarchie.

Helmfried Zieselwitz, Sprecher des unabhängigen Anti-Konflikt-Teams: „Wir appellieren an alle, die sich an dem Polizeieinsatz beteiligen und diesen für nötig halten, die im Rechtsstaat geltenden Regeln zu beachten. Um dies zu unterstützen, haben wir das Konzept der liebevoll verlängerten Hand entwickelt.“


Berlin: Hedonistische Internationale kommt auf gar keinen Fall zur Saturn-Eröffnung

Berlin, 23.03.2009 - Wie die "Sektion der umherschweifenden Hedonistinnen" mitteilte, wird es keine Aktion zur Eröffnung des neuen Shoppingcenters am Alexanderplatz in Berlin am Dienstagabend geben.

Shirin van der Hofft, Sprecherin der Sektion: "Wir werden definitiv nicht mit 300-400 Leuten zu dieser Veranstaltung kommen. Wir werden auch keine mobilen Soundsysteme mitbringen und werden diese Eröffnung in keiner - ich wiederhole - in keiner Weise stören."

Wie die Sprecherin betonte, handelt es sich bei dieser Aussage definitiv um die Wahrheit: "Wir planen weder eine Blockade noch sonstige Störaktionen innerhalb des Einkaufscenters. Niemand hat die Absicht den Kapitalismus in seinem Lauf zu beeinträchtigen. Niemals würden wir so etwas tun."

Um Proteste zu vermeiden habe man alle notwendigen Mittel ausgeschöpft um hunderte aktionsbereite Aktivisten in Zaum zu halten. Deshalb könne die Polizei sich an diesem Abend zurücklehnen und auch mal Pause machen. "Von uns ist nichts zu befürchten - wir wünschen den Leuten viel Spaß in der Schlange und beim Prügeln um Sonderangebote" so van der Hofft weiter.

Die "Sektion der umherschweifenden Hedonistinnen" hatte bei einer vergleichbaren Elektronikmarkteröffnung in Berlin für Chaos und Verwirrung gesorgt.


Kiezparade gegen Nazis am Samstag in Berlin-Friedrichshain

- Demonstration gegen rechte Strukturen und Übergriffe angekündigt
- Tausende Teilnehmer erwartet
- Hedonistische Internationale will Naziladen wegbassen

Berlin, 18. März 2009 - Unter dem Motto "Kein Kiez für Nazis" rufen
die Hedonistische Internationale und viele weitere Gruppierungen,
Initiativen und Parteien am Samstag, den 21. März um 12 Uhr am
Boxhagener Platz zu einer großen Demonstration in Berlin-Friedrichshain auf.

Die Demonstration knüpft an die Tradition der Kiezparaden aus dem Jahr
2006 an und richtet sich gegen rechtsradikale Strukturen und Übergriffe
im Bezirk. Der gern als "alternativer Szenebezirk" betitelte Stadtteil
ist weiterhin Spitzenreiter bei gewalttätigen, rassistischen und
homophoben Übergriffen durch Rechtsradikale. Darüber hinaus hat das
rechte Bekleidungslabel "Thor Steinar" am 28. Februar in der
Petersburger Straße einen Laden eröffnet, gegen den seit Wochen
unaufhörlich protestiert wird.

"Wir wollen mit der Kiezparade ein weiteres Mal zeigen, dass wir rechte
Strukturen in unserem Kiez nicht dulden. Wir erwarten eine bunte, sehr
laute Demonstration mit Tanz und Straßentheater " sagt Erich Pikur von
der Hedonistischen Internationale. "Und wir werden den Naziladen mit
unserer Musik wegbassen." Für diesen Zweck (und für Redebeiträge) wird
die Hedonistische Internationale vier Wagen mit Musik zur Demonstration
mitbringen.


Linkspartei will Wagenburg in Berlin räumen - Proteste angekündigt

* Linkspartei stellt sich gegen Wagenburg in Berlin
* Zahl der unterstützenden Initiativen wächst - Proteste angekündigt
* Am 25. Februar Protestaktion vor Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg

Berlin, 19.2.2009 - Bei der gestrigen Ausschusssitzung der Bezirksverordnetenversammlung Kreuzberg-Friedrichshain hat die Linkspartei die Weichen zur Räumung der Wagenburg "Laster & Hänger" gestellt. Das alternative Kultur- und Wohnprojekt, das seit neun Jahren den Berliner Bezirk Friedrichshain bereichert, ist durch den Beschluss und das Abstimmungsverhalten der Linkspartei akut räumungsgefährdet.

In den Verhandlungen davor hatte die Linkspartei noch signalisiert, dass sie an einem Erhalt der Wagenburg interessiert sei und für die Belange alternativer Kultur- und Lebensmodelle eintrete. Im Bauausschuss hat sich die Linkspartei nun am 18. Februar 2009 für eine weitere Verdrängung von alternativen und subkulturellen Projekten in Berlin-Friedrichshain entschieden und schwenkt damit auf eine gemeinsame Linie mit CDU, FDP und SPD ein.

Inzwischen haben verschiedene politische Gruppierungen, unter anderem die Berliner Sektionen der Hedonistischen Internationale, sich mit dem Bauwagenplatz solidarisch erklärt. "Wir hören von zahlreichen Initiativen und Bündnissen, dass sie eine Räumung der Wagenburg nicht hinnehmen werden und rechnen fest damit, dass in den nächsten Tagen noch mehr Bewegung in die Sache kommt" sagt Lori Frikonté von der HI Berlin.

Sie führt weiter aus: "Die Linkspartei hat jetzt natürlich mit Gegenwind aus allen Richtungen zu rechnen - das reicht bis weit in ihr Wählerspektrum hinein, was gerade im Wahlkampfjahr nicht ganz uninteressant sein dürfte. Wir werden Laster & Hänger bunt und laut wie immer unterstützen."

Für die kommenden Tage und am 25. Februar sind Protestaktionen zum Erhalt der Wagenburg geplant.Weitere Informationen: http://www.hedonist-international.org


Eröffnung der O2-World: 500 Aktivisten wollen in schicker Kleidung einsickern

- Sektionen der Hedonistischen Internationale sehen alle Berliner am 10. September persönlich zur Eröffnung eingeladen
- Schicke Anzüge und Abendkleider als Tarnung
- Aktion soll Bürgerentscheid zu Mediaspree bekräftigen

Berlin, 08.09.2008 - Zur Eröffnung der O2-World am 10. September in Berlin-Friedrichshain wollen 500 Aktivisten und Aktivistinnen aus dem Umfeld der Hedonistischen Internationale schick gekleidet bei den Festlichkeiten einsickern und sich unter die Prominenz mischen.

Die Aktivistin Karen Elliot: „Da die Anschutz Entertainment Group staatliche Zuschüsse bekommt, gehen wir davon aus, dass alle Berliner zu der Eröffnung am 10. September persönlich eingeladen sind. Deshalb werden wir am Mittwoch in schicken Anzügen und Abendgarderobe an den Toren des hässlichen Tempels um Einlass bitten. Wir laden alle Berliner ein, mitzumachen und vorbeizukommen.“

Ziel der Aktion, zu der die Sektion „Event & Unterhaltung“ und die Sektion „Premium Entertainment“ einladen, sei es mit den 1000 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Medien gemeinsam zu feiern. Es sei in keinster Weise die Absicht der Aktivisten für Verwirrungen und Verwechslungen zu sorgen, die den Ablauf der Veranstaltung beeinträchtigten könnten.

Clarissa Zambozoni, eine Sprecherin der Hedonistischen Internationale:
„Die O2-World steht nicht nur für langweilige Mainstream-Unterhaltung und Anschütz-Kommerz, sondern auch symbolisch für die Veränderungen, die mit Mediaspree in den Bezirken Kreuzberg und Friedrichshain geplant sind. Diese wurden in einem Bürgerentscheid abgelehnt – und das muss akzeptiert werden.“

Die Aktivistinnen rechnen damit, dass mindestens 500 Menschen der persönlichen Einladung zur Eröffnung folgen und in Kleingruppen von zwei bis drei Leuten ab 18 Uhr um Einlass zu den Feierlichkeiten bitten werden.

Mehr Infos zur Aktion unter:
http://www.hedonist-international.org/?q=de/node/694


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