Berlin Tempelhof: Riesenerfolg für Protestbündnis, aber massive Polizeigewalt gegen friedliche Demonstranten

- Aktion „Squat Tempelhof“ voller Erfolg – tausende protestieren kreativ
- Pfefferspray gegen Sitzblockaden und friedliche Demonstranten
- Brutale Festnahmen / Festnahmen der Clowns und Sambagruppen
- Mehrfach Angriffe auf Pressevertreter

Berlin, 20. Juni 2009 – Die an der Massenbesetzung des Flughafen Tempelhof beteiligten Sektionen der Hedonistischen Internationale werten den Protest als vollen Erfolg. Tausende Menschen feiern eine bunte Party am Zaun des Flughafens und reklamieren die Freifläche für alle Menschen in der Stadt.

Beim übertriebenen Polizeieinsatz kommt es jedoch zu massiver Gewalt gegen Demonstranten durch Polizeibeamte:

Am U-Bahnhof Hermannstraße wird ein TV-Kameramann, der eine brutale Festnahme filmen will, geschlagen und am Drehen gehindert. Der Polizist und der auch der Einsatzleiter verweigern die Herausgabe der Dienstnummer. Der Festgenommene wird minutenlang gegen eine Wand gedrückt, mit Schlägen und Tritten misshandelt, sein Mund wird ihm dabei zugehalten.

Auf dem Columbiadamm werden friedliche Demonstranten in einer Sitzblockade von Polizisten mit massiv mit Pfefferspray, Tritten und Schlagstöcken attackiert. Wenig später wird in der Schillerpromenade eine Sambagruppe eingekesselt, auch hier kommt es zu Festnahmen. Schon am Morgen hatte die Polizei Mitglieder der Clownsarmee ohne Grund festgenommen.

Dies sind nur einige wenige Beispiele, die Augenzeugen aus dem Umfeld der Hedonistischen Internationale, beobachten konnten. Auch mehrere Teilnehmer an den Aktionen der Hedonistischen Internationale wurden verletzt.

Erich Pikur, Sprecher der Berliner Sektion der Hedonistischen Internationale: „Wenn Wowereit beweisen will, dass er nicht auf dem linken Auge blind ist, sollte dies nicht auf dem Rücken der Grundrechte geschehen. Die Polizei hat den Freibrief des Senats schamlos ausgenutzt – die politische Verantwortung hierfür liegt bei der rot-roten Koalition.“

Die Hedonistische Internationale wird in den kommenden Tagen Bilder und Videos der Polizeigewalt dokumentieren und zusammen mit dem Bündnis „Squat Tempelhof“ eine tiefergehende Analyse liefern.


Festname Clownsarmee

Die Clownsarmee im Vorwege festzunehmen kann ich nur begrüßen. Die sind wirklich furchtbar! Habe die auf der ein oder anderen Demo erlebt. Die heizen die Stimmung an, eskalieren; behaupten jedoch sie würden deeskalieren. Horror, sag ich!


Unfriedliche Demonstranten

Ich habe lange nicht solch Unsinn gelesen. Friedliche Demonstranten werfen keine Flaschen auf Polizisten und friedliche Bürger! Friedliche Demonstranten beschädigen nicht fremdes Eigentum. Friedliche Demonstranten versuchen nicht festgenomme Straftätter zu befreien!

Eine wirklich merkwürdige Sichtweise haben SIE hier!


Gewalttäter in Grün

Sehr geehrter Herr lbucklitsch (wenn es der Nachnamen ist könnte es auch eine Frau sein)
Haben sie sich schon einmal Gedanken über Staat Kontra Demokratie gemacht? Sie scheinen mir
ein "Staatstreuer Bürger" zu sein. Den Staat oder einen Staat gibt es fast immer die Gesellschaft kommt scheinbar nicht ohne aus (leider). Also der Staat, den gab es "unter"
Bismarck unter den Nazis im Stalinismus.....
Also "Staatstreue Bürger" sind opportune Bürger.
http://de.wikipedia.org/wiki/Opportunismus


Antwort auf: unfriedliche Demonstranten

Ich war da und würde mich auf keinen Fall in irgendeine extremistische Ecke stellen lassen. Ich war eine friedliche Demonstrantin von vielen anderen und habe keine fliegenden Steine gesehen, lediglich eine oder zwei Plastik(!!)flaschen, die ungezielt aus der Menge Richtung Zaun (Columbiadamm) geworfen wurden. Möglicherweise gab es an anderen Stellen fliegende Glasflaschen oder Steine aber stellen Sie sich bitte vor: 1 Mensch wirft hintereinander 5 Steine und eine Glasflasche auf die Polizisten. Das sind 6 Wurfgeschosse und man könnte meinen, 6 Personen hätten sich gewalttätig gegen die friedlichen Polizeieinheiten betätigt. Der Leser einer solchen Nachricht zieht möglicherweise den Schluss: Wenn da Steine geworfen worden sind, waren das alles radikale, extremistische Staatsfeine, deren Meinung (denn eine Demonstration ist eine Meinungsäußerung) nicht respektiert und ernst genommen werden muss. Daraus folgt, dass gar keine echten, friedlichen, gar bürgerlich akzeptablen Meinungsäußerer zugegen gewesen sein können, denn die hätten doch sicherlich die schlimmen Steinewerfer von ihrer Schandtat abgehalten. Ich spreche natürlich nur für mich, aber wenn aus einer (im Gegensatz zur Polizei nicht strukturierten und organisierten) Menschenmenge heraus gefährliche Wurfgeschosse fliegen, kann ich als einzelne Demonstrantin nicht viel machen außer: Keine Gewalt rufen und meine Hände mit dem Peacezeichen nach oben strecken...Wie gesagt, ich habe keinen Stein gesehen und kann nur mutmaßen.

Es ist populistisch und antidemokratisch, eine friedliche Menge über einen Kamm zu scheren, weil ein paar (und an anderen Tagen mag es anders aussehen aber an diesem Tag waren es tatsächlich nur ein paar aggressiv auftretende Mitdemonstranten) schwarze Schafe sich falsch verhalten.

Man kann den Versuch, auf das Gelände zu dringen, verurteilen, ich möchte jedoch daran erinnern, dass eine große, leere Rasenfläche es auf keinen Fall wert sein darf, mit repressivem Verhalten durch die Polizei unsere demokratischen Rechte zu unterwandern.

Bitte glauben Sie in Zukunft nicht jedes Wort, das Sie lesen, sondern versuchen Sie, die Nachrichten zu hinterfragen und sich möglichst selbst ein Bild von der Situation zu machen, bevor Sie hier Ihre halbgaren Verurteilungen raushauen.

Im Übrigen bin ich, als ich den Columbiadamm friedlich verlassen wollte, von mehreren Polizisten grundlos beschimpft, provoziert und verhöhnt worden. Es handelte sich um ausländerfeindliche sowie persönlich verletzende verbale Angriffe. Die betreffenden Beamten weigerten sich, Ihre Dienstnummern mitzuteilen sondern drohten, selbst Anzeige zu erstatten. Weswegen? Weiß man nicht. Aber da 30 grüngekleidete Personen Zeugen sind, würde ihnen schon etwas einfallen. Wie soll man sich gegen so ein Verhalten wehren, wenn Leute wie Sie auf die populistische Manipulation der Öffentlichkeit unreflektiert eingehen?


volkseigentum !

der flughafen gehört dem land berlin und dem bund.

laut verfassung sind wir der staat, also gehört uns das land !

darf ich mein eigentum nicht betreten ?

sollte natürlich nicht uns der von uns bürgern bezahlte flughafen gehören (zahlt nicht gerade berlin dafür den bundesanteil zu kaufen ? -- mit unseren steurgeldern !) sondern kapitalisten oder staatskapitalisten sieht die sache natürlich anders aus -- dann müssen diese enteignet werden.

freiheit und glück

für eine gesellschaft ohne herrschaft ausbeutung und gewalt 1

lest die GRASWURZELREVOLUTION !


Sie haben kein Recht dieses Gelände zu betreten!

Zitat: "mit repressivem Verhalten durch die Polizei unsere demokratischen Rechte zu unterwandern. "

Sie verkennen die Rechtssituation! Sie haben kein Recht dieses Gelände zu betreten. Ist auch nicht durch das GG gerechtfertigt. Sie können natürlich demonstrieren. Das bleibt jeden friedlichen Demonstranten erlaubt. Erlaubt ist aber auch polizeiliche Zwangsmasnahmen einzusetzen, wenn es aus einer Menge heraus zu Straftaten kommt.

Sie sagen selbst, Sie haben Steinwürfe gesehen, sie könnten aber nichts dagegen tun. Falsch, sie können aus dieser gruppe sich zurückziehen und die Polizei die Kriminellen festnehmen lassen, danach können Sie dann gerne weiter demonstrieren. Ist doch kein Problem!

Ich habe viele Demonstrationen begleitet., seit vielen, vielen Jahren...auch hier in Berlin. Mir muss man Demonstrationen nicht erklären. Und bitte reagieren Sie sich nicht immer an der Polizei ab, dort wird lediglich reagiert, nicht agiert.

Und kam bei der Demonstration zu zahlreichen Straftaten, u.a. auch versuchte Gefangenenbefreiung etc., auch der Versuch auf das Gelände zu gelangen, ist eine Straftat. Dieses Gelände ist ein Flugplatz, auch wenn dort keine Flugzeuge mehr landen oder starten. Trotzdem wird hier der Luftverkehr für den ostdeutschen Raum kontrolliert. Dafür gibt es Anlagen, die vor jeden Zugriff geschützt werden müssen. Auch wenn es Ihnen nicht gefällt. Das sind Fakten, die nicht zu leugnen sind.

Die Fläche muss dann auch noch untersucht werden, weil es ja ein Flughafen war, also stark belastet sein kann und mit Sicherheit ist. Wollen Sie etwa Gefahr laufen zu erkranken? denke nicht, dann wär das Geschrei erst recht groß und zu recht!

Also warten Sie ab, bis alles geregelt ist.


Interessante Einstellung -

Interessante Einstellung - aber leider vollkommen verblendet!

Wollte uns die Polizei etwa nur im Auftrag des Senats beschützen, als sie den Zaun verteidigte, als wäre hinter ihm Fort Knox? Geht es denn wirklich um Radaranlagen, die ach so sensibel sind, oder gar um verpesteten Boden? Welche Zeitung schreib im Vorfeld, die Aktivisten würden Brutstätten von unglaublich seltenen Vögeln zerstören?!
Mensch, schalten Sie bitte ihr Hirn ein, bevor Sie alles nach-plappern:

- Wo wäre Samstag der Unterschied zum Tag der offenen Tür gewesen? Was war denn an dem Tag mit den Radaranlagen? Wurden die kurzfristig abgebaut, oder standen sie trotzdem da, ohne dass von Besuchern eine Gefahr ausging?
Wie heikel war es denn für den Flugverkehr im ostdeutschen Raum, dass oben auf dem Radarturm eine Einsatzgruppe der Polizei stand? Haben Sie etwas von Flugzeugabstürzen gehört, vergangenen Samstag? Nicht? Merkwürdig, sollte man doch meinen, dass Menschen oben auf dem Turm noch kritischer sind, als welche die unten am Turm grillen, Federball spielen, oder Blumen pflanzen...
- Der Boden muss erst noch getestet werden, auf Schadstoffe? O-ha, da habe ich als Besucher des Tag der offenen Tür ja dann tatsächlich etwas in der Hand gegen den Senat, nicht wahr? Ich meine, wenn sich der Senat nur gegen die Besetzung gewehrt hat, um sich vor Regressansprüchen auf Grund ganz, ganz böser Gesundheitsschäden infolge des Betretens des Rasen zu schützen, dann muss der besagte Tag der offenen Tür doch sogar grob fahrlässig gewesen sein, meinen Sie nicht auch?
- Singvögel hätten ihre Brut durch das Betreten des Geländes verlieren können? Einmal ganz davon ab, dass ich nicht wissen möchte, wie viele Singvögel durch Aktionen wie MediaSpree etc vom Senat gekillt und obdachlos gemacht werden, sehe ich gerade nur bedingt die Logik darin, dass Demonstranten Nester platt trampeln, aber Wasserwerfer und Mannschaftswagen diese ganz sicher gekonnt umkurven. Und nun kommen Sie mir bitte nicht mit "die waren doch nur wegen der Demo da, die Polizisten" - Entschuldigung: wegen mir hätten die nicht kommen brauchen, ich wäre auch ohne deren arg übertriebenes Auftreten über den Zaun gehüpft...

Aber Gegenfrage: was hätte denn gegen einen Tag der offenen Tür am Samstag gesprochen? Once more der Vorwurf, die Berliner Polizei sei auf dem linken Auge blind? Wäre das wirklich alles, was "uns Wowi" zu verlieren gehabt hätte? Sein Gesicht, und Glietsch mit Körting gleich mit?
So hübsch sind deren Gesichter nicht, dass der Verlust wirklich geschmerzt hätte - die "Nachbeben" der vollkommen übertriebenen Polizei-Taktik werden es wohl mehr tun. "Zuckerbrot und Peitsche" machen nämlich nur eine Handvoll nicht wirklich hinterfragender Menschen wie Sie mit, andere sind über Pawlow schon was länger hinaus und reflektieren...


@Ibuklitsch

Sehr geehrte(r) Ibuklitsch. Wenn Sie sich damit abfinden, dass alles so kontrolliert ist und Sie es auch gut finden, wieso sind Sie dann auf der Website der internationalen Hedonisten???
Zu den Anlagen, die vor jedem Zugriff zu schützen sind, ... Wie wurden die denn im Mai an dem "Tag der offenen Tür geschützt". Ah ich weiß es wieder. Sie wurden z. B. vor mir geschützt. Hatte an dem Tag einen alten Pullover an. Prompt konnte ich an diesem "Tag der offenen Tür" nicht auf das Gelände. Sah dem Bereitschaftspolizisten zu sehr nach Gewalttäter aus.
Ich hoffe das die besser angezogene Besucher jetzt nicht alle krank werden. Und zu Ihrer Meinung, wie man sich auf den Demonstrationen verhalten sollte. Sie als erfahrender Demonstrant haben ja einen schier unermesslichen Erfahrungsschatz an dem Sie uns ja teilhaben lassen wollen. Stellen wir uns mal eine ähnliche Situation vor. Während eines Fußballspiels (20.000 Zuschauer) werfen zwei Personen Flaschen. Also, dann sollte ich als "normaler" Fan diese so genannten "Ultras" schnappen und der Polizei ausliefern, oder 19998 Personen sollten das Stadium verlassen, damit die Polizei ihre Arbeit verrichten kann und ich dabei unverletzt bleibe.
Wirklich tolle Idee.Weiter so und noch mehr Vorschläge dieser Sorte und wir machen mal eine neue Gruppe auf. Z. B. mit dem Titel. "Massendemos anmelden und nicht hingehen um nicht die Polizei bei der Arbeit zu stören".
Und mal ehrlich, die Polizei hat nicht nur reagiert, die war einfach ziemlich überfordert und hat deshalb teilweise überreagiert. Kann ich ja auch verstehen, dass es schwieriger ist auf Menschen zu schlagen, als auf ein Schwarze Masse.Und außerdem gibt es nicht "die Polizei", sondern einzelne Beamte und Menschen, die auch ihre Grenzen haben. Kein Wundern, die müssen ja die leeren Versprechen der Politik ausbaden. Und da alle Menschen Fehler machen und fast alle für Ihre Fehler haftbar gemacht werden können, sind Dienstnummern einfach überfällig. Wieder ein Stück mehr Kontrolle, dass müsste ihnen doch eigentlich gefallen.

Finde ich gut


Weitere Vorfälle

- Gegen 18h direkt am Zaun in der Nähe des Straßenfestes beschimpfte ein Polizeibeamter aus Sachsen-Anhalt einen jungen Mann als Schwuchtel.

- Etwa um 20h vor dem Stadtteilladen Lunte griff ein einzelner Berliner Bereitschaftspolizist mit Schlagstock und Tritten einen Menschen an, der zusammen mit anderen das Fortkommen dreier Wannen durch Auf-der-Straße-Stehen behinderte.


Ich stand bei der Aktion mit

Ich stand bei der Aktion mit den drei Wannen daneben. Die obige Schilderung trifft zu! Hier wurden schlicht Aggressionen entladen!