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Wir bauen uns ein mobiles Soundsystem

Komponenten:
Ein mobiles Soundsystem besteht aus mehreren Komponenten die nachher auch noch alle zusammenpassen müssen. Also startet man am besten mit einer (die man eventuell schon hat) und organisiert den Rest passend dazu (Damit zum Beispiel die Boxen aufs Pferd passen oder der Verstärker zu den Boxen).

Pferd
Das Pferd ist die Basis eures neuen Soundsystems. Idealerweise hat es mindestens ein Rad und ist relativ belastbar. Nach mehreren gescheiterten Versuchen kann ich eigentlich eher vom Selbstbau eines Pferdes abraten. Eine stabile, gut laufende, tragfähige Achsenkonstruktion zu bauen ist gar nicht so leicht. Potentielle fertige Pferde sind: Sackkarre, Kinderwagen, Werkzeugwagen, Schubkarre, Rollstuhl, Fahrradanhänger. . . Da baut ihr also euer ganzes Equipment rein.

Verstärker
Gesucht wird ein Auto-Verstärker (der auf zwölf Volt läuft). Die Soundsysteme des Bündnis für urbane Mobilbeschallung haben zum grossen Teil Verstärker die auf vier Kanälen insgesamt ca. 1000 Watt Maximalleistung, also ungefähr 400 Watt RMS (Sinus) leisten. Achtung, bei der Maximalleistung wird gern geschummelt, aussagekräftig ist nur die Sinus/ RMS-Angabe. So einen Verstärker kriegt man schon für 50 Euro. Es muss auch kein Superteil sein, wichtig ist nur ein Line-Ausgang, damit ihr euch später mit anderen mobilen Soundsystemen in Reihe verkabeln könnt (Line-Out-Line-In-Line-Out-Line-In…).

Boxen
Bei einem Tausend-Watt-Verstärker mit vier Kanälen hat sich folgende Kombination im Bums bewährt: Zwei hoch und Mitteltöner mit je 100 Watt Sinusleistung (Besonders beliebt weil extrem günstig, recht unkaputtbar mit trotzdem gutem Klang sind die McCrypt BB 802 II (zwei für 25 Euro)) Und ein satter Bass. Das kann eine Bassrolle sein, oder ein Chassis (nur der Lautsprecher) den ihr selbst in euer Pferd einbaut. Prinzipiell lässt sich sagen dass man viel Zeit und Nerven spart und der Sound auch meist besser ist wenn man den Lautsprecher mit Reflexbox zusammen kauft und installiert. Der Bass sollte also 200 Watt Sinusleistung haben, denn er wird von zwei Kanälen des Verstärkers gebrückt betrieben. Kostenpunkt: So ca. 50 Euro. Achtet darauf dass Verstärker und Boxen gleiche Ohm-Angaben haben!

Batterie
Empfehlenswert, das hat sich mittlerweile gezeigt, ist eine Auslaufgeschützte Autobatterie. Die ist zwar immer noch nicht wirklich dicht, saut aber nicht ständig alles ein. Die UniBull von Banner mit 80 Amperestunden ist derzeit das verbreitetste Modell. Sie betreibt ein mobiles System dieser Größenordnung 10-14 Stunden lang. Kosten: 85 Euro.

Abspielgerät
MP3-Player / Radioempfänger haben ja wohl eh die meisten, deshalb wird es hier mal nicht mit dazu gerechnet.

Kabel

Verstärker-Batterie
Das Stromkabel. Im Idealfall ein rotes und ein schwarzes. Das rote bekommt eine Sicherung in die Mitte gebaut. Autostandard 8 Ampere sind völlig in Ordnung. Die Kabel gibt's auch so mit Sicherungshalter und Sicherung fertig zu kaufen. Fehlen nur noch gut isolierte Klemmen an je einer Kabelseite. Die kommen nachher an die Batterie (und immer
dran denken: Erst minus, dann plus anschliessen – und beim Abklemmen andersrum: erst plus, dann minus). Die andere Seite des roten Kabels kommt dahin wo am Verstärker +12V steht. Und ein kleines Stückchen Kabel geht in einer kleinen Schleife von da nach direkt nebenan: REM oder Remote. Damit simulieren wir eine eingeschaltete Head-Unit
(Autoradio zum Beispiel). Das schwarze Kabel klemmen wir an Ground oder -.

Verstärker-Abspielgerät
Im Falle eines mp3-Players benötigen wir zwei zwei-auf-eins Chinchkabel und ein Chinch auf Klinke-Kabel. Beide aneinander und auf der einen Seite in den Kopfhörerausgang vom mp3-Player und auf der anderen in die vier Line-In Kanäle stöpseln.

Verstärker-Boxen
Ganz normale Boxenkabel. Kurz halten sonst gibt's nur Kabelsalat. Wie Kanal drei und vier zu einem Basskanal gebrückt werden steht normalerweise auf dem Verstärker.

Bei einem mobilen Soundsystem in der Grössen und Lautstärkenordnung von Diensdach Middach/ Räuber Hotzenplotz/ Ronja Räubertochter (die genauen Daten der anderen kenne ich leider nicht) sind das insgesamt so ca. 250-300 Euro. Es lohnt sich also im Team zu bauen (Macht auch mehr Spass). Man kann ein mobiles Soundsystem aber natürlich auch mit
einer kleineren Batterie und nur zwei Kanälen für wesentlich weniger Geld bauen. Die Grenzen nach oben sind sowieso erforscht: Einen Räuber Hotzenplotz trägt man nicht mal eben eine Treppe hoch. Deshalb wäre es eher interessant das die Systeme wieder kleiner und raffinierter werden.


Anleitung

Also hab das mal selber gebaut und muss sagen:
Das ist die beste und konkreteste anleitung die ich gefunden hab

alles funktioniert wunderbar... vielen Dank


Inspiration

Verkabelung?!

Hey,
also ich hab nicht so den Plan wie des funktioniert mit der Technik. Also das größte Problem stellt sich bei der Koppelung der Batterie mit den restlichen Komponenten?! Kann mir jemand weiterhelfen oder eine detaillierte Bauanleitung schicken? Wär ne coole Sache!
Beste Grüße


verkabelung....

das wichtigste ist ne vernünftige sicherung so 10 ampere sollten reichen, die wird zwischen das stromkabel + geklemmt (kabel durchschneiden sicherung zwischen)
das minus kabel an einer blanken stelle (blankes metall) an der Karre befestigen. und dann mit + an die endstufe
chinch adapter auf klikne nen mp3 player dran und fertig... gruß Jan